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ASK TietoEVRY: Was tut ein Scrum Master? Doch mehr als Lego spielen?

Wir von TietoEVRY Austria sind eine agile Organisation. Was gehört zu noch mehr Agilität ganz vorn mit dazu? Ein Agile Coach. Wie Johanna Amlacher. Was sie auch noch ist? Scrum Master.

22 Juli 2020

Lego spielt Johanna übrigens auch gerne. Vorzugsweise mit unseren Kunden. Dann ziel- und ergebnis-orientiert. Für mehr Produktivität. So wie Teams das werden, wenn denn mal so ein Scrum Master mit an Board ist. Wir haben da ganz genau nachgefragt. Als TietoEVRY Marketing. Für Sie und zu den Top-Fragen, die uns brennend interessieren.

Liebe Johanna, Du bist Scrum Master. Wofür steht eigentlich Scrum? 
Scrum ist ein werte-getriebenes Rahmenwerk zur Produktentwicklung durch Teams. So erweist sich unsere heutige Arbeitswelt als sehr komplex. Die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung kann nur im  Nachhinein wahrgenommen werden. Voraussagen und Prognosen können nur sehr schwer getroffen werden. Und genau da greift ein Scrum Master ein.  

Wie kann man dieser Herausforderung in der heutigen Arbeitswelt begegnen? 
Eine Antwort, um mit dieser Komplexität umgehen zu können, ist es empirisch und iterativ zu arbeiten. Scrum schafft einen leichtgewichtigen Rahmen für eine moderne Arbeitsweise. Das spannende daran: Scrum - eigentlich aus der Software-Entwicklung bekannt - stiftet auch in der Zusammenarbeit und in der Produktentwicklung mit anderen „Bereichen“ wie etwa Marketing, HR, Vertrieb – einen wesentlichen Nutzen.

 

Und wo tritt nun der Scrum Master in Erscheinung? 
In diesem Framework sind 3 Rollen wesentlich: Entwicklungsteam, Product Owner und Scrum Master. Zur vereinfachten Erklärung: Scrum Master sind „dienende“ Führungskräfte, fungieren dabei allerdings weder als „Chefs für das Team“ noch als „Projektleiter“.  

In meiner Arbeit als Scrum Master trage ich dennoch wesentlich zur Team-Förderung bei. Wie? Hindernisse werden beseitigt, das Team oder der Product Owner gecoacht. Bei Bedarf halte ich auch Trainings ab. Als „Treiberin“ bin ich für kontinuierliche Verbesserungen zuständig. Durch agile Entwicklungsansätze - versteht sich. In meiner Funktion repräsentiere ich Scrum auch nach außen. Meeting und Workshop Moderationen kommen da on top hinzu.  

Wie kann man sich Deine Aufgaben genau vorstellen? 
Häufig geht es in meiner Arbeit darum, Schnittstellen zu anderen Teams, dem Management und weiteren ExpertInnen herzustellen. Manchmal kümmere ich mich auch um die Herstellung guter Arbeitsbedingungen. 
Die Arbeit als Scrum Master ist sehr abwechslungsreich. Im Wesentlichen werden Teams dabei unterstützt, hochwertige und interessante Produkte zu entwickeln. Manchmal hat man auch ungewöhnlichere Tools - wie das Beispiel Lego zeigt - bei seiner Arbeit mit dabei. Ein spielerischer Ansatz ist dabei durchaus willkommen und Lego bei mir sowieso immer.

Welche Missverständnisse treten häufig rund um „Scrum Master“ auf? 
Manche Menschen nennen Scrum Master gerne scherzhaft die Team Mama. Ich sehe die Rolle, aber nicht so, dass ich mich um alles kümmern muss. Ich bin viel mehr dazu da, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Wie der Katalysator für ein Team – zum positiven Anstoß von Veränderungen.  

Wie wertvoll ist ein solcher Scrum Master für ein Unternehmen? 
Vergleichbar wie SporttrainerInnen. Bringt viel und nur in-direkt messbar. Ergo: Über den Teamerfolg der „zu trainierenden Personen“ oder auch in Produktivitätssteigerungen sichtbar. 

Wie weißt Du, was das Team braucht, um erfolgreich zu sein? 
Um Erfolg überhaupt effektiv messen zu können, ist eine gemeinsame Vision und eine Definition des Produktes, maßgeblich. Sie bilden einen Rahmen für das Team. Nur das Produkt, welches wirklich benutzt wird, bringt Mehrwert. Es sind die Menschen, die im Mittelpunkt der digitalen Transformation stehen.  

Was Teams genau brauchen, um erfolgreich zu sein, ist dabei sehr individuell. Der erste Erfolgsgarant ist Vertrauen zum Team aufzubauen. Ist selbiges hergestellt, ist das Team bereit – an Lösungen zu arbeiten. Die wichtigsten Fähigkeiten eines Scrum Masters: Aktives Zuhören, eine Faszination für Menschen, die richtige Portion Neugierde und gute Fragen stellen zu können. 

Was sind Dir bekannte Faktoren, die zu unproduktiver Team-Arbeit führen? 
Da fallen mir einige Beispiele ein: Mangelnde Konzentration, zu viel gleichzeitig machen, “Aufschieberitis”, Warten auf externe Abhängigkeiten - ergo außerhalb des Teams z.B.: Zugänge und externe Tests, planloses Arbeiten - ohne Prioritäten, sinnlose Meetings, auch unangenehme Konflikte können für Unproduktivität sorgen.  

Genau das kann durch unterschiedliche Spiele und Methoden greifbar gemacht werden. Mit Lego beispielsweise. Retrospektiven eignen sich hingegen dazu, Themen direkt anzusprechen und die für das Team passenden Maßnahmen zu erarbeiten.  

Selbstorganisation und Crossfunktionalität sind gute Voraussetzungen, um so manche Zeitfresser zu minimieren und Nährböden für Unproduktivität in positiven, fruchtbare Böden zu verwandeln. 

Was macht Dir am meisten Spaß an der Arbeit? 
Die Möglichkeit, Menschen – durch “Serious Games” - ihre Anliegen, Inhalte und Arbeitsweisen spielerisch zu vermitteln. Das Ergebnis: Aktives Lernen wird ermöglicht und das Spaßfaktor kommt auch noch dazu. Solche methodischen, menschlichen, organisatorischen und gedanklichen Freiräume braucht es – in unserer heutigen Arbeitswelt. Der positive Teamerfolg stellt sich dann automatisch ein.  

Wie können wir Ihr Interesse für spielerisches Lernen und die Weiterentwicklung Ihrer Teams stärken? Insbesondere unsere Johanna Amlacher freut sich auf Sie. Eines versprechen wir jetzt schon: Kann sein, dass wir zum Workshop auch unser Lego mitbringen. Eines werden wir mit Sicherheit gerne tun - ob virtuell oder persönlich - zu Ihrem Team-Erfolg beitragen. Und das macht uns jetzt schon glücklich. 

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